In dieser Woche wurde Dr. Thorsten Sieß, EVP Managing Director & CTO im Bereich Heart Recovery von Johnson & Johnson MedTech, mit dem 43. Werner-von-Siemens-Ring ausgezeichnet. Sieß entwickelte die kleinste Herzpumpe der Welt, mit der die Herz-Kreislauf-Funktion von Menschen mit akuter Herzinsuffizient minimalinvasiv unterstützt werden kann.

Die Stimmung in der deutschen Medtech-Branche hat sich gegenüber den Vorjahren weiter aufgehellt. Dies belegen die Ergebnisse der diesjährigen Mitgliederbefragung des Branchenverbandes BVMed. Sie wurden Anfang Oktober in Berlin vorgestellt.

Die Münchner Bonescreen GmbH hat eine CE-zertifizierte, KI-basierte Screeningsoftware für die Diagnose von Osteoporose entwickelt. Dafür erhielt das Unternehmen den Preis für Innovation in der Medizintechnik 2026, den die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (DGBMT) und die Stiftung Familie Klee vergeben.

Das Schweizer HealthTech-Start-up Aeon schloss Mitte September eine Erweiterung seiner Seed-Runde auf rund 12 Mio. Euro ab. Mit dem Geld soll die Übernahme des Berliner Diagnostik-Unternehmens Aware Health finanziert werden.

Alle sechs Minuten stirbt ein Mensch in Deutschland an einer Sepsis. Überleben die Betroffenen, leiden sie unter Umständen ein Leben lang unter den Folgen. Anlässlich des Welt-Sepsis-Tages plädieren Mediziner für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um die Diagnose zu beschleunigen und einen zügigen Behandlungsbeginn zu ermöglichen.

Die Carl-Zeiss-Stiftung hat das interdisziplinäre CZS Health+Tech Network ins Leben gerufen und mit 10 Mio. Euro ausgestattet. In dem Netzwerk sollen fach- und institutionsübergreifend praktikable innovative Lösungen für anstehende Probleme in der Gesundheitsversorgung entwickelt werden.

Die Freiburger CorTec GmbH erhielt Ende August die zweite FDA Breakthrough Device Designation für ihr Brain Interchange™-System – diesmal für den Bereich Kommunikation für Menschen mit einer Lähmung aller Gliedmaßen nach einer Rückenmarkverletzung.

Fresenius verkauft rund 7,8 Mio. Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) an institutionelle Investoren und entflechtet das bisherige Firmenkonglomerat weiter. Die rund 25% Anteil am Nierendialyse-Spezialist werden nun als „Finanzinvestition“ behandelt.

Eine aktuelle Studie belegt, dass Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs, die per App digital begleitet werden, weniger unter Erschöpfung leiden und im Alltag besser zurechtkommen. Der G-BA empfiehlt die Aufnahme des Behandlungskonzepts in die Regelversorgung.

Im Rahmen einer „Innovative Solutions“-Partnerschaft wollen GS1 Germany und docdok.health digitale Lösungen entwickeln, die Identifikations- und Datenstandards mit modernen KI-gestützten Versorgungsprozessen verbinden und damit neue Möglichkeiten für eine datenbasierte Gesundheitsversorgung schaffen.